Pflege

Die richtige Bedienung, Einstellung und zeitweilige Wartung der Produkte von der Firma PINUS versichert Ihnen eine jahrelange und mangelfreie Nutzung der Fenster und Türen.

  1. Wenigstens einmal im Jahr sollte eine Inspektion und Wartung durchgeführt werden:
    - Beschlagselemente sollten für Befestigungssicherheit und Abnutzung kontrolliert werden. Alle Verriegelungselemente sollten leicht in entsprechende Haken einrasten, den Flügel gleichmäßig an die Zarge andrücken, immer in sauberem Zustand gehalten werden und einmal im Jahr eingefettet werden.
    - das Öffnen und Schließen der Flügel sollte leicht erfolgen, bei schwerem Öffnen/Schließen sollten die Beschläge korrekt eingestellt werden.

  2. Es dürfen nur Reinigungsmittel benutzt werden die die Korrosionsschutzbeschichtung an den Beschlägen nicht angreifen.

  3. 3. Entsprechende Pflege der Holzteile heißt, dass die lackierten Oberflächen:
    - immer sauber gehalten werden,
    - nur mit sanften Reinigungsmitteln geputzt werden. Es dürfen keine Lösungsmitteln, Scheuermitteln oder starke chemische Reinigungsmittel benutzt werden.

  4. 4. Zwei mal im Jahr sollen nach dem Putzen Pflege-Schutzmittel der Firma GORI aufgetragen werden. Diese Mittel können Sie u.a. bei unserer Firma bestellen.

  5. 5. Alle Lackbeschädigungen sollen unverzüglich mit Lackrenovierungsmitteln der Firma GORI repariert werden. Diese Mittel können Sie u.a. bei unserer Firma bestellen.

Es besteht ein starkes Verhältnis zwischen den Winterbeschädigungen der Holzfenster und der Qualität der Luftzirkulation in den Räumen.

Deswegen finden Sie unten Richtlinien für eine richtige Raumlüftung.
Häufig ist nicht bekannt, welcher Zusammenhang zwischen Luftfeuchtigkeit, Kohlendioxidgehalt in der Raumluft sowie Energiebedarf für Aufwärmung der gelüfteten Räume besteht und welche Konsequenzen und Beschädigungen aus deren Unkenntnis folgen können.

Wasserdampfmenge während dem Bau.
Während dem Trocknen von Neubauten entstehen sehr hohe Mengen von Wasserdampf (Feuchtigkeit) aus dem Putz und Betonboden.
Der Zusammenhang zwischen den Wasserdampfmengen und der Zeit, welche benötigt wird, damit diese Wassermengen durch die Wände und Fenster ohne zu Lüften diffundieren, kann man folgendermaßen erklären:
In einem Raum von 30m2 Fläche mit einer Raumhöhe von 2,5 m aus dem Betonboden (Dicke 4cm) und Putz (Dicke,15cm) in 4 Wochen Trockenzeit dampfen insgesamt 500 Liter Wasser. Durch lackierte Fensterrahmen in Standardgröße 125cm x125cm die geschlossen sind, kann während einer Stunde nur 1 Gramm Wasser diffundieren, also 1,25 Liter Wasserdampf! Nehmen wir an, dass die Fenster 4% der Wandfläche einnehmen und natürlich auch nur 4% des verdampfenden Wassers (ca. 20 Liter) durch die Fenster diffundieren kann, dann werden für das vollständige Trocknen des Raumes über 2 Jahren benötigt! Wie man anhand des Beispiels sieht, kann der Wasserdampf beim Trocknen von Böden und Wänden in neuen Gebäuden nicht in kurzer Zeit ohne die Räume zu Lüften entfliehen.
Die Folge der unzureichenden Belüftung führt zu Winterschäden. Der Wasserdampf dringt in das Holz über schwächere Stellen wie Verbindung zwischen Scheibe und Fensterflügel oder leichter lackierten Holzelementen die eingemauert sind, ein. Der Dampf verflüssigt sich an solcher Stellen und erhöht die Holzfeuchtigkeit um über 30%. Dieser Prozess kann verschiedene Folgen haben – von Schwierigkeiten beim Öffnen der Fenster, über Beschädigungen der Leimstellen bis zu erhöhtem Risiko der Pilzbildung, welches das Holz stark beschädigen kann. In extremen Fällen bilden sich auf der äußeren Fensterseite unter dem Lack, Wasserblasen.
Solchen Bauschäden können Sie vorbeugen, indem während den Putzarbeiten und der Trocknungsphase eine richtige Lüftung garantiert wird (z. Beispiel durch Kippen der Fenster).

Wasserdampfmenge in bewohnten Räumen.
Wasserdampf ist ein untoxisches, farb- und geruchloses Gas, welches in großen Mengen ständig in bewohnten Räumen entsteht (in einem 4 Personen Haushalt entstehen durchschnittlich von 8 bis 15 Kg täglich, was einem Volumen von 10000 bis 19000 Liter Wasserdampf entspricht).
Die relative Luftfeuchtigkeit von 40% bis 70 % wird als normale empfunden.
Eine zu trockene Luft fördert die Entstehung von elektrischen Ladungen und führt zu einer Austrocknung der Schleimhäute. Bei sehr trockener Luft (unter 40%) bilden sich bestimmte Bakterien und Virenarten, die für Erkrankungen des Atmungssystems verantwortlich sind.
Eine längere relative Luftfeuchtigkeit von 60 % bis 65% kann dagegen zu Verflüssigung der Wasserdämpfe an kühleren Stellen auf den Außenwänden führen und bietet damit einen idealen Nährstoff für Schimmelpilze.

Der Verflüssigung der Wasserdämpfe kann wie folgt vorgebeugt werden durch:
- genaue Isolierung der Außenseite des Gebäudes – ohne unisolierten Stellen und – soweit es möglich ist – Durchführung einer Isolierung der Innenseiten des Gebäudes die besonders von Verflüssigung der Wasserdämpfe gefährdet sind – wie Ecken, Deckenverbindungen, Fensterzargen,
- aktiver Lüftung der Räume durch Fenster, damit die Luftfeuchtigkeit nicht über 50% bis 55% steigt (um die relative Luftfeuchtigkeit in den Räumen zu messen wird ein Hygrometer erforderlich!).

Kohlendioxid
Das Kohlendioxid entsteht stets während des Atemprozesses. Zu hoher Kohlendioxidgehalt in der Luft in den Wohnräumen führt zu Müdigkeit und Konzentrationsmangel. Je nach Aktivität entsteht pro Person pro Stunde von 10 bis 75 Liter Kohlendioxid. Um in einem 4 Personen Haushalt den Kohlendioxidgehalt unter der kritischen Grenze zu halten, benötigt man 2000 bis 3000 m3 frische Luft. Dies bedeutet, dass in einer Wohnung mit 75 m2 Fläche ein vollständiger Luftaustausch jede 1,5 bis 2 Stunden und in einem Familienhaus mit 140 m2 Fläche ca. jede 3 Stunden erfolgen sollte.

Belüftung durch Fenster
Zweck der Belüftung ist eine maximale Luftqualität bei minimalem Energieverlust zu erreichen.
- die notwendige Belüftungszeit, die einen vollständigen Luftaustausch bei geöffnetem Fenster garantiert, hängt von der Außentemperatur ab und beträgt je nach Jahreszeit: 4 bis 6 Minuten im Winter, 10-20 Minuten im Frühling und Herbst und 25 bis 30 Minuten im Sommer,
- sogar ein leichter Wind kann die Belüftungseffektivität verdoppeln. Je höher die Differenz zwischen Außen- und Innentemperatur, desto schneller tauscht sich die Luft aus. Deswegen ist die effektive Belüftungszeit viel kürzer im Winter als in den Übergangszeiten.

Zusammenfassung
Um Bauschäden zu vermeiden muss der während der Trocknungszeit von Betonboden und Innenputz entstehende Wasserdampf durch die richtige Raumlüftung nach Außen abgeführt werden.
Um sich über ein angenehmes Klima und gesunde Luft in der eigenen Wohnung oder dem eigenen Haus zu erfreuen, muss eine korrekte Belüftung gewährleistet werden. Nur auf diese Weise können die Pilzbildung und die von Feuchtigkeit verursachten Bauschaden vermieden werden.

Hier finden Sie Paar wertvolle und praktische Tipps zum Themenkomplex „Lüften“:
  • belüften Sie nur einzelne Zimmer, bei einer Lüftung durch mehrere geöffnete Fenster auf gegenüberliegenden Seiten (Querlüften) reichen maximal 3 Minuten um die Luft vollständig auszutauschen,
  • belüften Sie aktiv nur Zimmer die auch „bewohnt” sind. In Zimmern die Sie nicht nutzen, reicht normalerweise die Fugenlüftung,
  • die beliebte Art der Lüftung durch Kippen des Fensters führt sehr oft zu viel zu schnellem Luftwechsel,
  • in der Winterzeit reicht es, wenn das Fenster von 7 bis 20 Minuten pro Tag gekippt wird,
  • das empfohlene Stosslüften im Winter erspart die Energiekosten, wenn es nicht länger als 4 bis 6 Minuten dauert,
  • gute Ergebnisse bei Dauerlüften kann man mit Hilfe einstellbarer Lüfter erreichen. Ein Lüfter reicht für einen Raum aus,
  • bei allen Arten des Lüftens muss die Öffnungszeit des Fensters von Außentemperatur abhängig sein. Je kälter die Außenluft ist, desto kürzer kann die Zeit des Belüftens sein.